FASHION

Next Stop... New York!
Melissa: Schuhe bunt wie Bonbons!

Für NY-PAMILO TV hat sich die Fashion- und Lifestyle-Redakteurin unserer New York Redaktion Simone auf den Weg nach Soho gemacht. Zum Auftakt ihrer neuen Kolumne "Next Stop... New York!" ist sie einem Trend der 70er und 80er Jahre auf den Grund gegangen, der im neuen Jahrtausend ein fulminantes Comeback feiern konnte: Schuhe aus Plastik!

Sie sind bunt, sie sind weich und sie riechen himmlisch. Nein, es geht nicht um Gummibärchen, auch nicht um Hubba Bubba oder sonst ein Kaugummi. Obwohl die geradezu märchenhaft anmutenden Schuhe der Marke "Melissa" des brasilianischen Unternehmens Grendene, auch bekannt unter dem Begriff "Jelly Shoes", einiges mit diesen Süßigkeiten gemein haben. Seit mehr als 25 Jahren produziert das Label Schuhe aus Kunststoff. Über die Jahrzehnte ist aus dem auch in Deutschland bekannten Badeschuh ein stylischer Hingucker geworden, für den sich neben Stars und Sternchen auch die ganz großen der Modebranche interessieren. Denn während Kate Moss, Katy Perry und Anne Hathaway sicher nicht nur ein Paar des Bubblegum-Schuhwerks ihr Eigen nennen, sind es Designer wie Karl Lagerfeld, Vivienne Westwood, Jason Wu, Jean Paul Gaultier und andere, die seit Jahren erfolgreich mit dem Unternehmen kooperieren. So hat Lagerfeld bereits zwei Kollektionen für "Melissa" entworfen, zwei weitere sollen noch folgen. Lagerfeld ließ es sich nicht nehmen, das Konterfei seiner Katze Choupette auf einem der Schuhmodelle zu verewigen. Die Entwürfe von Vivienne Westwood erkennt man schon von weitem am knallbunten Tartan-Muster. Damit passen die Designer bestens zum humorvollen, verspielten und doch eleganten Stil der Marke.

Das erste Modell, die Urmutter aller Jelly Shoes, war vor mehr als 25 Jahren der "Spider" oder auf original Portugiesisch "aranha". Es ist der legendäre Strandschuh, den so manches Kind der späten 70er und der 80er Jahre im Urlaub zum Schutz vor Seeigelstacheln verpasst bekam. Nachdem Plastikschuhe aus der Mode gekommen waren, stellte das Unternehmen die Produktion der Melissa-Modelle vorerst ein. Erst einige Jahre nach dem Relaunch im Jahr 1998 feierte dieses selbst als High-Heel-Version superbequeme Fußbonbon ein fulminantes Comeback - und mit ihm das legendäre "Spider"-Modell.

Auf Facebook haben die "Melissa"-Schuhe heute mehr als vier Millionen Fans! Der Shop der Marke, die "Galeria Melissa", ist in New York, Sao Paolo und London zu finden. Das Interior-Design der Läden ändert sich ständig - so bleibt auch der dritte oder vierte Besuch ein quietschbuntes Happening, das mit jeder Besichtigung moderner Kunstinstallationen mithalten kann. 
Von ultra-sexy à la Guy Bourdin bis extra-lässig - für jeden Geschmack, für jede Gelegenheit, für jeden Ort ist etwas dabei. Wo da der Haken ist? Nicht doch, im Gegenteil! Diese Schuhe bestehen zu 100 Prozent aus antiallergenem, recyceltem und effizient verarbeitetem Kunststoff. Dabei, so das Unternehmen, werden die Schuhe unter fairen Bedingungen hergestellt. Bisher haben rund 50 Millionen Paare die Produktionsstätten in Brasilien verlassen - einer schöner als der andere. Danke, Melissa! (LF)

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